Samstag, 16. Mai 2015

Oligotherapie

... in der Oligotherapie (Therapie der "kleinen Mengen". Oligos heisst auf griechisch "wenig", "klein") werden kleinste Mengen von Spurenelementen verabreicht, die dem Körper helfen sollen, gestörte Stoffwechselfunktionen wieder zu normalisieren. 

Philosophie / Entstehungsgeschichte
Spurenelemente sind chemische Elemente, die in sehr geringen Mengen im Organismus vorkommen (zum Beispiel Aluminium, Mangan oder Zink). Die Spurenelemente werden über die Nahrung und das Trinkwasser aufgenommen. Viele lebensnotwendige Vorgänge im menschlichen Körper werden von Spurenelementen ausgelöst oder beeinflusst. Nimmt man zuwenig Spurenelemente ein, so kann dies zu Mangelerscheinungen oder veränderten Stoffwechselfunktionen führen. Die Oligotherapie wurde anfangs der 40er Jahre von Dr. Jacques Ménétrier und der Firma Labcal entwickelt. Laut den Oligotherapeuten kann die Gabe kleiner Mengen von gewissen Spurenelementen körperliche Reaktionen unterstützen, falls bestimmte Abläufe im Stoffwechsel nicht mehr richtig funktionieren. 

Technik der Oligotherapie
Bevor ein Spurenelement zum Einsatz kommt, befragt der Arzt den Patienten gründlich zu all seinen Beschwerden und zu früheren Erkrankungen. Aufgrund der geschilderten Beschwerden entscheidet der Oligotherapeut, welche Spurenelemente geeignet sind. Eine genau bemessene Menge des entsprechenden Spurenelements wird dem Patienten als Lösung unter die Zunge geträufelt. Die Lösung sollte einige Zeit im Mund verbleiben und erst danach geschluckt werden.
Im Unterschied zur Schulmedizin behebt die Oligotherapie nicht einen Mangel an Spurenelementen. Das heisst, dass nicht einfach Elemente "nachgefüllt" werden, die im Organismus fehlen. Vielmehr soll die Zufuhr bestimmter Spurenelemente dem Körper ermöglichen, dass er das mangelnde Element in Zukunft besser aufnehmen kann.

Wie kann die Oligotherapie eingesetzt werden
Mit der Oligotherapie werden vor allem Beschwerden behandelt, die unter Umständen auf einen ungenügend funktionierenden Stoffwechsel hinweisen. Die Abgabe kleiner Mengen von Spurenelementen soll zum Beispiel hilfreich sein bei:

- rheumatischen Beschwerden und Gelenkschmerzen
- chronischen Infektionen der Atemwege
- chronischen Ohrenentzündungen

Die Oligotherapie kann mit anderen Maßnnahmen der Schul- oder Komplementärmedizin kombiniert werden. Wenn man beispielsweise Antibiotika einnehmen oder sich einer Krebsbehandlung mit Chemotherapeutika unterziehen muss, so soll die Oligotherapie die Wirksamkeit der eingenommenen Mittel unterstützen. Die Spurenelemente werden individuell eingesetzt und weisen eine breite Wirkung auf. Deshalb können sie auch zur Vorbeugung dienen.

Nebenwirkungen / Vorsichtsmaßnahmen
Die Oligotherapie ist gut verträglich und löst keine Nebenwirkungen aus. Dennoch sollte sie ausschliesslich von Ärzten praktiziert werden, die fundierte Kenntnisse über die Stoffwechselvorgänge im Körper besitzen, denn die richtige Diagnose und die Auswahl des entsprechenden Elementes sowie die exakte Dosierung sind für die Wirksamkeit der Oligotherapie entscheidend. Aus diesem Grund sind die bei der Oligotherapie eingesetzten Spurenelemente rezeptpflichtig. 

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