Samstag, 16. Mai 2015

NLP- Hypno Coaching

... Trance-Zustände und die Möglichkeiten der Suggestion werden genutzt, um Selbstheilungskräfte zu aktivieren; neue Sichtweisen und effizienteres Handeln an die Stelle der limitierenden Denk- und Handlungsmuster zu setzen. Hypnotherapie ist heutzutage ein eigenständiges Verfahren, welches neben den konventionellen Methoden psychischen Heilens – wie z.B. Verhaltenstherapie oder Psychoanalyse – seinen Platz gefunden hat. 

Philosophie / Entstehungsgeschichte

Die Entwicklung des NLP – HypnoCoaching geht vor allem auf Milton Erickson zurück, von dem allgemein anerkannt ist, dass er für die Praxis von Psychotherapie und deren Fortentwicklung die gleiche überragende Bedeutung hat, wie sie Freud für die theoretischen Grundlagen von Psychotherapie hatte.

In dem Unbewussten eines jeden Menschen ruhen eine Vielzahl von Erfahrungen, Fähigkeiten und Kräften, die nicht jederzeit zugänglich sind, aber durch Hypnose aktiviert und für den therapeutischen Erfolg nutzbar gemacht werden können. 

Dies erlaubt neben der Therapie von neurotischen Störungen (z.B. Ängste oder Depressionen) auch die Behandlung von Krankheitsbildern, die von konventioneller Psychotherapie nur wenig oder gar nicht verändert werden, insbesondere in der Psychosomatik. Unter anderem z.B. bei Hautkrankheiten, Schmerzzuständen und selbst bei neurologischen Erkrankungen hat hypnotherapeutisches Vorgehen gute Erfolgsaussichten.

Wie Untersuchungen belegen, hat Hypnotherapie mit vielen anderen Heilverfahren Gemeinsamkeiten aufzuweisen, verfügt aber darüber hinaus über ein eigenes theoretisches Gerüst und eigene Methoden, die zur Förderung von Selbstorganisation und Selbstheilung bei PatientInnen geeignet sind. 

Die Wirkweise der Hypnotherapie wird in Deutschland an verschiedenen Universitäten erforscht, u.a. in Tübingen, Gießen, Bonn und Konstanz. 

Technik/Anwendung

Bei der Hypnose, so dramatisch und spektakulär bisweilen darüber auch berichtet wurde, handelt es sich um ein fast allen Menschen zugängliches und auch fast allen aus eigenem Erleben bekanntes Phänomen: Durch Konzentration der Wahrnehmung auf einen eng begrenzten Fokus wird die Aufmerksamkeit von der Umgebung abgezogen und auf innerseelisches Geschehen gelenkt (Körperempfindungen, Bilder etc.). Von außen betrachtet wirkt die betreffende Person schlafend, ihre innere Wahrnehmung ist aber lebhaft, wirklichkeitsnah und bisweilen sehr intensiv - und, was für den Zweck der Psychotherapie entscheidend ist, sie knüpft an ein viel weiteres und tieferes Wissen an als das bewußte Denken. 
Darüber hinaus wird dieser Zustand meistens als entspannend und beruhigend erlebt, wobei sich viele physiologische Werte des Körpers positiv verändern.

In der Hypnotherapie wird nicht einfach nur Hypnose induziert, was an sich schon eine lindernde oder heilsame Wirkung haben kann, sondern die Hypnose wird auf differenzierte Weise psychotherapeutisch genutzt. 

Die innere Wahrnehmung in der Hypnose kann vom Therapeuten durch eine behutsame Lenkung beeinflußt werden, so daß gezielt Zugang zu in etwa bestimmbaren inneren Erfahrungen gefunden werden kann. Auf diese Weise kann der Patient zur Lösung seines Problems innere Kräfte heranziehen, die er bisher dafür noch nicht nutzen konnte. 

Meist wird Hypnotherapie problemzentriert als Kurzzeittherapie eingesetzt (Dauer ca. 5 bis 25 Sitzungen). Sie kann jedoch auch in einem weiteren (z.B. tiefenpsychologischen) Rahmen zur Aktivierung der inneren Erfahrung und damit zu einer Steigerung der Wirksamkeit der Psychotherapie einbezogen werden. 


Häufigste Anwendungen:
Die Indikation ist sehr weit gefächert. 
Die besten Erfolge werden bei Menschen mit einem bestimmten, eingrenzbaren Problem oder Symptom bei ansonsten intakter Persönlichkeit erzielt. Z.B. bei

psychosomatische Störungen
Allergien (vor allem, wenn diese klar definiert sind)
Angststörungen 
Schmerz 
Abhängigkeiten (Rauchen, Essen). 

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