Sonntag, 17. Mai 2015

Bachblüten Therapie

... die Bach-Blütentherapie ist eine Behandlungsmethode, die mittels einzelner oder miteinander kombinierter Blütenessenzen zur Harmonisierung eines negativen seelischen Zustandes während einer Krankheit oder in einer schwierigen Situation beitragen soll. Die Bach-Blütenmittel bestehen aus hochverdünnten Tropfen. Diese Tropfen werden aus jeweils einer von 38 verschiedenen Blüten hergestellt. Die Eigenschaften der Blüten entsprechen verschiedenen negativen Seelenzuständen des Menschen. Die Einnahme der Bach-Blüten soll dazu führen, dass sich der Patient mit seiner Persönlichkeit auseinandersetzt und eine vorübergehende negative psychische und persönliche Haltung in einen positiven Zustand überführt. Dieser Prozess wird durch das Gespräch mit dem Bach-Blütentherapeuten unterstützt.

Philosophie / EntstehungsgeschichteDer englische Arzt Dr. Edward Bach (1886 - 1936) befasste sich in seinen sechs letzten Lebensjahren mit der Suche nach einer «einfachen, natürlichen Heilmethode», die im Organismus nichts verändert oder zerstört. Bach war davon überzeugt, dass die eigentliche Ursache einer jeden Krankheit ein Konflikt zwischen Seele und Geist ist, der meist schon lange vor der eigentlichen Krankheit bestanden hat. Zwischen Grundkrankheiten und negativen seelischen Eigenschaften wie Hass, Stolz, Selbstsucht, Unausgewogenheit, Unkenntnis und Gier besteht laut Bach ein Zusammenhang. Eine echte Heilung kann nur erfolgen, wenn der Patient die unguten Eigenschaften durch Arbeit an sich selbst beseitigt. Bach entwickelte ein System von 38 Persönlichkeitstypen, deren negative Seiten sich in den Eigenschaften von 38 Blüten widerspiegeln. Bei der Auswahl der Blüten liess sich Bach von seiner Intuition leiten. Die Einnahme eines entsprechenden Blütenmittels soll die Seele dazu bringen, ihren ursprünglich harmonischen Zustand wiederherzustellen.

Die Bach-BlütenmittelDie wild wachsenden Pflanzen, deren Blüten man zu original Bach-Blütenmittel verarbeitet, werden noch heute an den Standorten gesammelt, die Bach beschrieben hat. Bei der Herstellung der Blütenmittel arbeitet man ebenfalls nach Bachs Anweisungen, wobei man sich um möglichst reine Grundsubstanzen bemüht. Die voll aufgeblühten Blüten werden an einem sonnigen, wolkenlosen Tag morgens vor neun Uhr gepflückt und in eine Schale mit frischem Quellwasser gelegt. Bei einem von verschiedenen Herstellungsverfahren zieht man die Blüten, bevor sie verwelkt sind, mit einem Zweig derselben Pflanze aus dem Wasser. Der gewonnene Blütenextrakt wird mit der gleichen Menge Cognac oder Brandy konserviert und dann im Verhältnis 1 zu 240 verdünnt. Daraus bestehen die Grundsubstanzen für Bach-Blütenmittel (sogenannte «stockbottles»). Bei der Behandlung werden jeweils ein bis drei Tropfen der Grundsubstanz beispielsweise mit Wasser verdünnt und eingenommen.
Jeder Blüte wird eine negative, krankmachende seelische Eigenschaft zugeschrieben, die mit Hilfe des entsprechenden Blütenmittels in einen positiven Zustand überführt werden soll, zum Beispiel (in verkürzter Darstellung):

- Agrimony (Odermennig) 
negativer Zustand: Ruhelosigkeit
positiver Zustand: Friede

- Aspen (Espe)
negativer Zustand: unbestimmte Angst
positiver Zustand: Vertrauen

- Beech (Rotbuche)
negativer Zustand: Kritiksucht
positiver Zustand: Toleranz

- Centaury (Tausendgüldenkraut)
negativer Zustand: Schwäche
positiver Zustand: Stärke

Diese Mittel sind in verschiedenen Fachbüchern ausführlich beschrieben. Es kommt nicht selten vor, dass der seelische Zustand eines Menschen nicht eindeutig nur einer einzigen Zuschreibung von Edward Bach entspricht, sondern verschiedene Anteile negativer Haltungen aufweist. In solchen Fällen werden Bach-Blütenmischungen abgegeben, wobei maximal sechs Blüten miteinander kombiniert sein dürfen. 
Für besondere Notsituationen und die damit einhergehenden psychischen Beschwerden gibt es die Notfallmischung «Rescue» aus den fünf Blüten:

- Star of Bethlehem (doldiger Milchstern)
- Rock Rose (gelbes Sonnenröschen)
- Impatiens (drüsentragendes Springkraut)
- Cherry Plum (Kirsch-Pflaume)
- Clematis (weisse Waldrebe)

Die Notfallmischung kann aber auf keinen Fall eine eventuell notwendige Behandlung durch den Arzt ersetzen (zum Beispiel bei einer schweren allergischen Reaktion). 

Technik / Anwendungen / SettingBach-Blütentherapeuten (Ärzte, Naturärzte oder auch Laien) lassen zu Beginn der Therapie als erstes den Patienten erzählen. Diese Gespräche sind vor allem bei chronischen Erkrankungen sehr wichtig, da der Patient etwas in seiner Lebensweise ändern muss, um eine Heilung zu erfahren. Als Hilfsmittel zum Finden der richtigen Blütenessenz dienen zum Teil auch Fragebogen, Pendel, Elektroakupunktur nach Voll oder kinesiologische Tests (Kinesiologie). Nach dem Erstgespräch erhält der Patient seine Blütenmittel. In weiteren Sitzungen werden erste Reaktionen auf das Blütenmittel geprüft und gegebenenfalls andere Mischungen zusammengestellt, die der neuen und veränderten Situation entsprechen. Gespräche zwischen Patient und Therapeut unterstützen die Therapie. Eine Beratung und Zubereitung von Blütenessenzen ist auch in der Apotheke oder Drogerie möglich.



Wie kann die Bach-Blütentherapie eingesetzt werdenDie Blütenmittel von Edward Bach sollen die energetische und geistige Kraft der Pflanzen in konzentrierter Form enthalten. Dieser Kraft wird zugeschrieben, Blockierungen im «bioenergetischen Feld» des Menschen zu beseitigen, um auf diese Weise die Kommunikation zwischen der Persönlichkeit und dem «höheren Selbst» wiederherzustellen. Dadurch soll der Mensch wieder gesund und in Harmonie mit sich und seiner Umwelt leben können. Menschen in einer akuten Krise oder in einer schwierigen Lebenssituation suchen deshalb in den Bach-Blüten eine Unterstützung zur Überwindung ihrer Schwierigkeiten. Manche Psychotherapeuten ergänzen ihre therapeutischen Bemühungen mit Bach-Blüten.

Nebenwirkungen / VorsichtsmaßnahmenDie Bach-Blütenessenzen sind ungiftig und mit jeder medikamentösen Therapie kombinierbar, ohne dass negative Auswirkungen zu befürchten sind.
Die von Edward Bach beschriebenen seelischen Zustände werden als Folgen von charakterlichen Schwächen interpretiert. Durch dieses Konzept der Charakterschwäche liegt die Verantwortung für eine Krisensituation vollumfänglich beim Betroffenen selbst. Das kann dazu führen, dass bei seelischen Problemen die notwendige Hilfe durch Fachpersonen (Psychiater, Psychotherapeut) zu spät oder gar nicht in Anspruch genommen wird. 

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